In Zeiten von Corona ist nichts mehr wie es war und die Folgen der Pandemie haben auch vor dem Recruiting keinen Halt gemacht. Von heute auf morgen ist nichts mehr wie es war. 

In den letzten Tagen konnten wir hierzu mit einigen Recruiting-Verantwortlichen und Personalberatern sprechen. Vielerorts ist es zu Einstellungsstopps gekommen, aber auch vielversprechende Bewerber ziehen ihre Bewerbung aus Verunsicherung vermehrt zurück. In dieser Krise möchten Kandidaten das Risiko vermeiden und sehen sich bei ihrem jetzigen Arbeitgeber im sicheren Hafen, auch wenn ein Wechsel viele Chancen und persönliche Weiterentwicklung bedeuten würde. Daher gilt: Ja, Recruiting gerade jetzt!

Setzen Sie auch in der Krise die richtigen Signale 

Unternehmen ziehen aus dieser Entwicklung vermehrt die Konsequenz, dass die Recruiting-Aktivitäten vorerst gestoppt werden. Was daraus folgt? Der in manchen Branchen wirklich akute Personalbedarf bleibt bestehen – in einigen Wochen wird die Suche zwangsläufig fortgesetzt werden müssen und dann beginnt der ganze Prozess von vorne und es dauert weitere Wochen, bis wirklich wichtige Positionen besetzt werden können. Kandidaten, die jetzt schon im Prozess waren und denen nun aufgrund von der Krise vorerst abgesagt wird, erhalten dadurch das falsche Signal. Sie hinterfragen ihren potentiellen neuen Arbeitgeber und zweifeln an der Krisensicherheit. Gerade in Zeiten der Krise ist es wichtig auf dem Arbeitsmarkt richtige Signale zu setzen. Stärke und Entschlossenheit zeigen, gerade jetzt, denn zukünftig werden sich die Faktoren, die Kandidaten zu einem Wechsel bewegen ändern. Die Krise wird hier einiges verändern.

Bevorstehender Wandel des Kandidatenmarktes

Seit Jahren erleben wir auf der einen Seite einen verstärkten Fachkräftemangel und auf der anderen Seite immer weniger Kandidaten, die einen Wechsel in Erwägung ziehen. Es hat sich ein Kandidatenmarkt entwickelt, auf dem die Spezialisten die Bedingungen eines Wechsels diktieren können. Immer höher, schneller, weiter. Damit könnte jetzt Schluss sein. Die Pandemie hat uns allen die Endlichkeit unserer Wohlfühloase vor Augen geführt. Sicher geglaubte Jobs sind eben doch nicht für immer sicher. Es gibt eben doch Dinge, die wir nicht beeinflussen können und die uns wie eine Lawine treffen können. Diese Grenzerfahrung verändert das Bewusstsein für die wirklich wichtigen Dinge im Leben. Die Familie und Gesundheit. Arbeitgeber werden neu bewertet und die Anforderungen an den idealen Arbeitsplatz werden sich verändern. Die Attraktivität wird sich vermehrt an Faktoren wie Krisensicherheit und Bereitschaft zu modernen und flexiblen Formen der Büroarbeit („New Work“) messen.

Stillstand ist Rückschritt

Gerade deshalb ist es jetzt von enormer Bedeutung weiterzumachen. Stillstand ist Rückschritt. Wer jetzt vorangeht, hat nach der Krise den entscheidenden Vorsprung. Denn eines ist auch klar: Es wird eine Zeit nach der Corona-Krise geben und es gibt Stellen, die besetzt werden müssen, auch nach Corona. All diese Aktivitäten nun einzustellen ist ein großes Risiko und sorgt dafür, dass man zu einem späteren Zeitpunkt unter Zugzwang gerät. Nutzen Sie gerade jetzt die Zeit sinnvoll und senden Sie die richtigen Signale an den Kandidatenmarkt: Wir sind weiter am Ball, wir werden weiter expandieren, wir überstehen diese Krise und wollen weiter wachsen.

Was können Sie jetzt tun?

Bauen Sie sich ihre Kandidaten-Pipeline auf

Statt gestartete Bewerbungsprozesse abrupt abzubrechen, sollte man gerade jetzt Gespräche fortsetzen. Jetzt ist genau der richtige Zeitpunkt Kandidaten kennenzulernen und Gespräche zu führen. Viele haben gerade jetzt die Zeit solche Gespräche zu führen, zu denen sie in ihrem normalen Arbeitsalltag gar nicht kommen würden. Es arbeitet in den Menschen, sie hinterfragen ihre jetzige Arbeit, ihren Arbeitgeber und öffnen sich. Wenn sie hier die richtigen Signale setzen, können Sie direkt nach der Krise auf Ihre Pipeline zurückgreifen und wichtige Positionen schnell besetzen. Das ist es, was Ihnen den nötigen Vorsprung verschafft, wenn die Wirtschaft wieder anläuft.

Digitalisierung der Recruiting-Prozesse

Viele nur latent wechselwillige Kandidaten hatten schon vor der Krise keine Lust auf lange und aufwendige Bewerbungsprozesse. Müssen die Kandidaten denn wirklich immer für ein Erstgespräch durch ganz Deutschland zu einem persönlichen Interview anreisen? Macht es nicht ohnehin Sinn hier auch vermehrt auf die Möglichkeiten der Digitalisierung zu setzen und Videogespräche anzubieten? Ein entscheidendes Zweitgespräch kann dann ja trotzdem persönlich stattfinden, aber es gibt gerade in einer Zeit wie dieser die Möglichkeit Gespräche fortzusetzen und nicht alle Aktivitäten zu stoppen. Sie können gezwungenermaßen diese Art der Gespräche üben, optimieren und perfektionieren. Vielleicht wird es dadurch sogar ein wichtiges Tool für das Recruiting in der Zukunft?

Es gibt keinen Grund Recruiting einzustellen und alle Aktivitäten abzubrechen. Nutzen Sie die sich bietenden Chancen und verschaffen Sie sich genau den Vorsprung, den Sie brauchen, wenn sich das Leben wieder normalisiert. So legen Sie letztlich die Grundlage für den zukünftigen Erfolg.

indivHR hilft Ihnen gerne mit maßgeschneidertern Tipps und Tricks, damit Sie im Recruiting noch erfolgreicher werden.

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